1. Halt – SUDHAUS

Im Sudhaus fängt der ganze Bierherstellungsprozess an. Ein Brausud umfasst 250 hl und es dauert 12 Stunden bis der Prozess abgeschlossen ist. Im Sudhaus sind 4 Kupferbehälter zu sehen. Alles beginnt oben in der Maischpfanne, in der eine bestimmte Menge Maische mit etwa 37 °C heißem Wasser vermischt wird. Diese Mischung wird dann in die Braupfanne gepumpt, in der der sog. Maischprozess erfolgt. Das Ziel des Maischens ist es, aus den Malzkörnern Stärke zu gewinnen, die dann mittels hoher Temperaturen und Enzyme in gärfähigen Zucker umgewandelt wird. Das Maischen erfolgt in zwei Stufen, zuerst wird die Mischung auf eine niedrigere Temperatur (über 60 °C) und danach auf eine höhere Temperatur (über 70 °C) erhitzt. Das Maischen dauert 3,5 – 4,5 Stunden. Nach dem Maischprozess wird die Mischung über die Braupfanne in die Läuterpfanne gepumpt. Diese ist mit einem perforierten Boden versehen, an dem sich die Malzrückstände – Treber –absetzen. Die filtrierte Würze gelangt über die Treberschicht und die Läuterhähne in den letzten Behälter – die Würzepfanne. Zur Ertragserhöhung wird die Mischung in der Läuterpfanne mit einer Treberschneidemaschine durchgemischt und in einer rotierenden Benetzungsanlage benetzt. Erst in der Würzepfanne wird der Würze Hopfen zugegeben. Heute nur noch in der Form vom Hopfengranulat und Hopfenextrakt. Bei dem anschließenden, 1 – 1,5 Stunden dauernden Kochvorgang werden aus dem Hopfen die Bitterstoffe extrahiert. Das Endprodukt aus dem Sudhaus ist die Würze, die gärfähigen Zucker, Bitterstoffe, Eiweiße und weitere Stoffe enthält. Über den unter der Fußbodenebene gelegenen Wirbelbottich, in dem sich die festen Hopfenbestandeile absetzen, wird die Würze in die Keller zur weiteren Verarbeitung – Gärung – gepumpt.